Als ich das erste Mal nach Santorini gereist bin, war nicht der Blick auf die weißen Häuser von Oia das Erste, was mir auffiel, sondern die Anreise selbst. Zwischen Flughafen, Fähre, Gepäck und den ersten Eindrücken vom Kykladenwind entscheidet sich oft, ob der Urlaub entspannt beginnt oder schon vor der Ankunft unnötig anstrengend wird. Viele Reisende konzentrieren sich nur auf die Unterkunft und die schönsten Orte der Insel, unterschätzen aber die Frage: Wie kommt man eigentlich am besten nach Santorini?
Die Insel liegt zwar mitten in der Ägäis, ist aber erstaunlich gut erreichbar. Trotzdem gibt es Unterschiede, die man kennen sollte. Ein Direktflug ist nicht immer die beste Lösung, eine Fährfahrt kann wunderschön sein, aber auch mehrere Stunden dauern, und die Verbindung über Athen kann je nach Reisezeit deutlich angenehmer sein. Ich habe auf meinen Reisen gelernt, dass die richtige Anreise weniger von einem „besten Weg“ abhängt, sondern davon, ob man mit Kindern reist, viel Gepäck dabei hat oder einfach möglichst entspannt ankommen möchte.
Mit dem Flugzeug nach Santorini: Die schnellste Variante
Für die meisten Urlauber beginnt die Reise nach Santorini am Flughafen. Der internationale Flughafen von Santorini, offiziell Santorini Airport (JTR), liegt nur wenige Kilometer von den bekannten Orten wie Fira oder Kamari entfernt. Gerade wer nur wenige Tage auf der Insel verbringt, entscheidet sich häufig für den direkten Flug, weil dadurch wertvolle Urlaubszeit gewonnen wird.
In der Hauptsaison gibt es von vielen europäischen Städten Direktverbindungen nach Santorini. Besonders zwischen Frühjahr und Herbst bieten zahlreiche Fluggesellschaften saisonale Flüge an. Außerhalb der Sommermonate sieht die Situation anders aus: Dann führen viele Wege über Athen. Diese Verbindung ist zwar nicht so spektakulär wie ein direkter Flug über das Meer, aber oft zuverlässiger.
Bei der Flugplanung sollte man einen kleinen Punkt nicht vergessen: Santorini ist eine kleine Insel mit einem entsprechend kleinen Flughafen. In den Sommermonaten kann es dort sehr voll werden. Ich erinnere mich an Nachmittage, an denen die Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle länger waren als erwartet. Wer knapp plant, sollte deshalb lieber etwas mehr Zeit einrechnen.
Nach der Landung ist man schnell auf der Insel unterwegs. Ein Taxi bringt Reisende in der Regel direkt zur Unterkunft, außerdem gibt es Busverbindungen zu wichtigen Orten. Viele Hotels bieten auch einen eigenen Transfer an, was besonders bei später Ankunft praktisch sein kann.
Die Anreise über Athen: Oft unterschätzt und sehr flexibel
Die Verbindung über Athen ist für viele Reisende die klassische Alternative. Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es ganzjährig zahlreiche Flüge in die griechische Hauptstadt. Von dort geht es mit einem Inlandsflug weiter nach Santorini.
Diese Variante klingt zunächst komplizierter, hat aber einige Vorteile. Wer außerhalb der Sommersaison reist, findet häufig bessere Flugzeiten und mehr Auswahl. Außerdem lässt sich ein kurzer Aufenthalt in Athen gut mit der Reise verbinden. Ein Abend mit Blick auf die Akropolis kann ein schöner Auftakt sein, bevor es weiter auf die Insel geht.
Man sollte allerdings auf die Umsteigezeit achten. Bei getrennt gebuchten Flügen ist eine sehr knappe Verbindung riskant, besonders wenn der erste Flug Verspätung hat oder das Gepäck neu aufgegeben werden muss. Ich plane bei solchen Kombinationen lieber großzügiger und nehme eine längere Wartezeit in Kauf, statt den Urlaub mit Stress zu beginnen.
Der Flug von Athen nach Santorini dauert nur etwa 45 Minuten. Schon kurz nach dem Start sieht man oft die vielen Inseln der Ägäis unter sich – ein Moment, der die Vorfreude auf Santorini deutlich steigert.
Mit der Fähre nach Santorini: Der schönste Weg über das Meer
Für viele Griechenland-Liebhaber gehört die Anreise mit der Fähre einfach dazu. Santorini ist Teil der Kykladen und lässt sich deshalb hervorragend mit anderen Inseln kombinieren. Wer beispielsweise auf Mykonos, Naxos, Paros oder Kreta unterwegs ist, kann die Reise mit einer Fährfahrt fortsetzen.
Die Einfahrt in den Hafen von Santorini bleibt vielen Besuchern im Gedächtnis. Die hohen Vulkanfelsen, auf denen die weißen Dörfer liegen, wirken vom Wasser aus noch beeindruckender als auf Fotos. Es ist eine langsamere Art zu reisen, aber sie vermittelt ein Gefühl dafür, wo man tatsächlich ankommt.
Der wichtigste Hafen der Insel ist Athinios. Dort kommen die meisten großen Fähren an. Die Straße vom Hafen hinauf nach Fira ist kurvenreich und oft stark befahren. Besonders in der Hochsaison kann es nach der Ankunft etwas chaotisch wirken, weil viele Busse, Mietwagen und Transfers gleichzeitig auf die neuen Gäste warten.
Die Fahrzeiten hängen stark von der Strecke und dem Schiff ab. Während eine schnelle Fähre von einer Nachbarinsel nur wenige Stunden benötigt, kann eine längere Verbindung deutlich mehr Zeit beanspruchen. Wer empfindlich auf Seegang reagiert, sollte außerdem bedenken, dass die Ägäis bei stärkerem Wind unruhig werden kann.
| Anreiseart | Geeignet für | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Direktflug | Reisende mit wenig Zeit | Schnell und unkompliziert, aber saisonabhängig |
| Flug über Athen | Ganzjährige Reisen und flexible Planung | Mehr Auswahl bei Flügen, eventuell längere Reisezeit |
| Fähre | Inselhopping und Genießer | Schöne Aussicht, aber abhängig von Wetter und Fahrplan |
| Kombination Flug und Fähre | Reisende mit mehreren Zielen | Ermöglicht abwechslungsreiche Griechenlandreisen |
Von anderen griechischen Inseln nach Santorini reisen
Santorini ist ein beliebter Bestandteil von Inselrouten. Viele Reisende besuchen nicht nur eine Insel, sondern verbinden mehrere Orte miteinander. Gerade die Nähe zu einigen Kykladeninseln macht diese Planung interessant.
Von Naxos oder Paros beispielsweise gibt es regelmäßig Fährverbindungen. Diese Inseln eignen sich auch gut als Zwischenstation, weil sie weniger kompakt und oft etwas ruhiger als Santorini sind. Wer nach einigen Tagen Strandurlaub und Dorfleben schließlich die spektakuläre Vulkanlandschaft Santorinis erlebt, bekommt einen schönen Kontrast.
Auch die Verbindung von Kreta nach Santorini wird häufig genutzt. Viele Urlauber verbringen zunächst Zeit auf Kreta und fahren anschließend mit der Fähre weiter. Die Strecke ist besonders beliebt, weil sie zwei sehr unterschiedliche Reiseerlebnisse verbindet: das größere, vielfältige Kreta und das kleine, charakteristische Santorini.
Was man bei der Anreise nach Santorini nicht vergessen sollte
Eine gute Planung endet nicht mit dem Ticketkauf. Santorini ist kleiner, als viele Besucher erwarten, aber die Wege können durch die Landschaft und den Verkehr länger dauern. Vor allem in Orten wie Oia oder Fira sind enge Straßen und viele Touristen normaler Bestandteil des Alltags.
Wer mit viel Gepäck reist, sollte die Unterkunft nicht nur nach der Aussicht auswählen. Manche Hotels liegen hoch über dem Meer und sind nur über Treppen erreichbar. Der berühmte Blick über die Caldera ist traumhaft, aber ein schwerer Koffer kann auf den letzten Metern zur Herausforderung werden.
Auch die Reisezeit spielt eine große Rolle. Im Juli und August sind Flüge und Fähren stark gefragt, während die Monate Mai, Juni, September und Oktober oft ein angenehmeres Verhältnis zwischen Wetter, Besucherzahl und Preisen bieten. Gerade bei der Anreise merkt man den Unterschied: Außerhalb der absoluten Hochsaison läuft vieles ruhiger ab.
Bei Fährreisen lohnt es sich, die Fahrpläne nicht zu knapp zu kalkulieren. Wind und Wetter können in der Ägäis manchmal kurzfristige Änderungen verursachen. Das bedeutet nicht, dass Fähren unsicher wären – die Verbindungen funktionieren im Normalfall sehr gut –, aber ein kleiner zeitlicher Puffer macht die Reise entspannter.
Meine persönliche Einschätzung zur besten Route
Wenn jemand zum ersten Mal nach Santorini reist und nur einige Tage bleibt, würde ich meistens den Flug bevorzugen. Die Insel hat genug zu bieten, und lange Transfers können schnell einen großen Teil des Aufenthalts kosten. Wer dagegen ohnehin mehrere griechische Inseln besuchen möchte, sollte die Fähre nicht als notwendiges Transportmittel sehen, sondern als Teil der Reise.
Besonders schön finde ich die Kombination aus beidem: ein Flug nach Griechenland, ein paar Tage auf einer anderen Insel und anschließend die Ankunft auf Santorini vom Meer aus. Diese Art zu reisen gibt der Insel einen anderen Charakter. Man kommt nicht einfach an einem Flughafen an, sondern erlebt den Wechsel vom offenen Meer hin zu den steilen Vulkanhängen.
Letztlich beginnt die Reise nach Santorini nicht erst beim ersten Spaziergang durch die weißen Gassen. Schon die Strecke dorthin erzählt etwas über die Inselwelt Griechenlands. Ob man aus dem Flugzeugfenster die ersten kleinen Inseln sieht oder an Deck einer Fähre steht und die Caldera langsam näher kommt – genau diese Momente bleiben oft genauso lange in Erinnerung wie die berühmten Sonnenuntergänge.
Bildmaterial von Magnific (www.magnific.com)
Eine fremde Stadt lässt sich am besten zu Fuß entdecken – ohne festen Zeitplan und gern abseits der bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Gesucht werden besondere Ecken, gutes Essen und Orte, an denen sich der Charakter einer Stadt wirklich zeigt.

